Zwei polnische Firmen, PKP-Cargo und PKP- LHS, entwickeln derzeit logistische und finanzielle Pläne zur Belebung des sog. Kombinierten Transportes von Waren. Zurzeit entfällt auf den Kombinierten Transport nur ein geringer Prozentsatz von 1 – 3 % bezogen auf den gesamten Warentransport auf der Schiene.
Die Verlegung der Warentransporte auf die Schiene wird nicht nur von polnischen Ökologen, sondern auch von den für den Straßennutzung verantwortlichen polnischen Behörden begrüßt. Zur Veranschaulichung: in Góra Kalwaria wird die Brücke über die Weichsel innerhalb von 24 Stunden von durchschnittlich von 12.000 – 15.000 LKWs in beiden Fahrtrichtung befahren.
Die Fachleute der Infrastruktur-Branche betonen allerdings, dass die ambitionierten Pläne des Kombinierten Transportes nur zu realisieren sind, wenn sie seitens des Staates Unterstützung finanzieller Art zum Ausbau des Schienennetzes und geeigneter Terminals erhalten.
Derzeit ist der Kombinierte Transport aufgrund der Kosten (ein „normaler“ LKW-Transport von Rzepin an der westlichen Grenze bis hin nach Suwałki an der östlichen Landesgrenze kostet 1.200 – 1.300 PLN, der Kombinierte Transport dagegen 1.900 PLN) nicht sehr gefragt. Wenn man darüber hinaus bedenkt, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit auf der Schiene für Warentransporte 25 km /h beträgt, so ist der reine LKW-Transport auch schneller.